Darum bauen wir ein Fahrradmodellquartier

 

Ein Gewinn für alle
Mit der Umsetzung vom „Fahrradmodellquartier Alte Neustadt Bremen“ soll die Lebensqualität im Stadtteil verbessert, der Fuß- und Radverkehrsanteil erhöht und so zum Klimaschutz beigetragen werden. Davon profitieren alle, die dort leben, arbeiten, studieren oder einfach nur durch die Neustadt hindurch fahren.

Fahrradzone? Was sich verändert
Die Umgestaltung der Alten Neustadt zur Fahrradzone bringt Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmenden, Anwohnerinnen und Anwohner und nicht allein für Radfahrende. Eine Fahrradzone bietet ein zusammenhängendes Netz aus Fahrradstraßen, Abstellmöglichkeiten, einer einheitlichen Beschilderung sowie weiteren Erleichterungen, um den Fahrradverkehr zur favorisierten Verkehrsart zu machen.

Folgende Punkte tragen zu einem gleichberechtigten mobilen Miteinander der unterschiedlichen Verkehrs- und Interessengruppen im Quartier bei:

  • Mehr Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr

Mit Querungshilfen über die Hauptverkehrsstraßen werden Missverständnissen und gefährlichen Situationen mit Autos, Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfahrern vorgebeugt. Gehwegvorstreckungen an Straßeneinmündungen im Quartier verbessern die Sichtbeziehungen und halten die Einmündungen für größere Fahrzeuge der Feuerwehr, Müllabfuhr und den Lieferverkehr frei. Kopfsteinpflasterstraßen werden eine glatte Oberfläche erhalten. Durch die Asphaltierung von unebenen Straßen und Absenkungen von Bordsteinen wird eine Fortbewegung für alle deutlich einfacher. Fahrräder finden durch zusätzliche Abstellbügel reguläre Parkplätze, und Autostellplätze werden besser gekennzeichnet.

  • Nachhaltige Mobilität

Die Senkung des CO2-Ausstoßes durch die Förderung des Fahrrads als Verkehrsmittel ist eines der Hauptanliegen des Projekts. Ziel ist es, den Anteil des Rad- und Fußverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen deutlich zu erhöhen und damit zum kommunalen Klimaschutz- und Energieprogramm beizutragen. Gleichzeitig trägt der Radverkehr zur Minderung des Staus bei – Fahrradstädte haben üblicherweise weniger PKW-Stau. Die geplanten Maßnahmen werden zu 90 Prozent aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums gefördert. Neben E-Bike-Stationen im Quartier wird weiterhin das Carsharing als zukunftsweisendes Mobilitätsangebot ausgebaut.

  • Mehr Lebensqualität

Radfahren im Quartier soll Spaß machen. Bessere Verbindungen, mehr Fahrradabstellmöglichkeiten und glatte Straßen unterstützen die Freude am Radfahren und sorgen zugleich für eine Verminderung des Lärmpegels. Ein Highlight des Quartiers wird das neue Fahrrad-Repair-Café am Neustadtswall auf dem Gelände der Hochschule sein. Hier soll ein Anlaufpunkt und Lehrort mit Werkstatt entstehen, der zudem mit einem energetischen Konzept punkten kann.

  • Mehr Chancen für alle

Das Fahrrad ist ein beliebtes und klimafreundliches Fortbewegungsmittel, das insbesondere von Studierenden ausgiebig genutzt wird und von der Bevölkerung im Stadtteil überdurchschnittlich viel gefahren wird. Mit dem Fahrradmodellquartier werden zum einen die Vorzüge des Radfahrens gestärkt, zum anderen kommt es auch allen weiteren Verkehrsteilnehmenden zugute. So können gerade Familien mit Kindern, ältere Menschen und alle, die täglich die Straßen des Quartiers nutzen, davon profitieren, wenn sie sich sicher und bequem fortbewegen können.