Auf neuen Wegen in das Fahrradquartier Ellener Hof

An der Ludwig-Roselius-Allee sind auf Höhe des Stiftungsdorfes Ellener Hof die Arbeiten für einen radverkehrsfreundlichen Kreuzungsausbau gestartet.

Bremen, 23. Oktober: Sie ist der größte, öffentlich sichtbare Baustein des Modellvorhabens „Fahrradquartier Ellener Hof“, die Kreuzung Ludwig-Roselius-Allee/ Düsseldorfer Straße in Blockdiek. Derzeit prägen dort zahlreiche rot-weiße Barken das Bild und Bauarbeiter sind mit schwerem Gerät im Einsatz. Der Verkehrsknotenpunkt wird ausgebaut. Zum einen, damit insbesondere Bremens Radfahrer künftig komfortabler, reibungsloser und vor allem sicherer unterwegs sind, und zum anderen, damit das derzeit im Aufbau befindliche Quartier Stiftungsdorf Ellener Hof der Bremer Heimstiftung eine passende Zuwegung erhält. Im Zuge dessen wird aus der bisherigen T-Kreuzung eine vierarmige Variante.

„Hinter uns liegen intensive Planungszeiten. Währenddessen haben wir unter anderem in der Planungsgruppe Radverkehr bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau erarbeitet, wie diese Kreuzung künftig aussehen wird. Mit dabei waren dort Vertreter aus verschiedenen Fachabteilungen der Senatorin, aus dem Amt für Straßen und Verkehr, vom ADFC, vom ADAC, aber auch von der Polizei sowie aus dem Hause des Senators für Inneres“, erklärt Heike Wohltmann vom Büro plan-werkStadt, die das Modellvorhaben „Fahrradquartier Ellener Hof“ im Auftrag der Bremer Heimstiftung betreut. Vorgesehen ist nun beispielsweise eine eigene Spurführung für Radfahrer, die aus der Düsseldorfer Straße in das Fahrradquartier Ellener Hof fahren möchten oder umgekehrt. Vier Spuren und spezielle Wartebereiche für Radfahrer direkt auf der Straße ermöglichen es später nicht nur, sich per Zweirad in roten Ampelphasen gut sichtbar vor wartenden Autofahrern einzuordnen, sondern auch, die Kreuzung zügig zu überfahren, ohne nochmals auf herkömmliche Radwege in Verbindung mit dem Fußweg abweichen zu müssen. Bis es jedoch soweit ist und Radfahrer diese Vorzüge nutzen können, gibt es viel zu tun. Ampeln und Beleuchtungsmasten müssen umgesetzt, Fahrbahnbeläge und -markierungen sowie Anschlüsse für Fuß- und Radwege erneuert werden. Überdies werden die Mittelinseln der Kreuzung auf der Ludwig-Roselius-Allee zurückgebaut, um Verkehrsteilnehmern, die mit dem Auto aus Richtung Oberneuland kommen, ein links Abbiegen in das Stiftungsdorf Ellener Hof zu ermöglichen. Bis Mai kommenden Jahres sollen die Arbeiten an der Kreuzung abgeschlossen sein, schätzt Frank Bittcher, der als Geschäftsführer der M+O Ingenieursgesellschaft für das Bauwesen mbH im Auftrag der Bremer Heimstiftung für die Erschließung des Stiftungsdorfes verantwortlich zeichnet.

Für das Modellvorhaben „Fahrradquartier Ellener Hof“ ziehen die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau sowie die Bremer Heimstiftung an einem Strang. Das Ziel der Partner: Weniger Treibhausgas-Emissionen, mehr Rad- und Fußverkehr und dadurch eine höhere Lebensqualität im Ellener Feld und in Blockdiek. Erreicht werden soll dies durch verschiedene Maßnahmen, für deren Umsetzung das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit insgesamt rund 1,9 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung stellt. Die Neugestaltung des Verkehrsknotenpunktes Ludwig-Roselius-Allee/ Düsseldorfer Straße ist eine dieser Maßnahmen. Hinzu kommen etwa eine „klimafreundliche Warenverteilstation“, in der Pakete auf Lastenräder umgeladen und dann umweltschonend im Stiftungsdorf ausgeliefert werden, eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt und mehr.

Präsentierten heute die Pläne für einen radverkehrsfreundlichen Ausbau der Kreuzung Ludwig-Roselius-Allee/ Düsseldorfer Straße im Bremer Osten (v.l.n.r.): Ulrich Schlüter, Ortsamtsleiter Osterholz, Frank Bittcher, Geschäftsführer der M+O Ingenieursgesellschaft für das Bauwesen mbH, Zamira Faqiryar, Engeneering-Architektin, Leitung Projektmanagement Stiftungsdorf Ellener Hof, Bremer Kontor GmbH/ Bremer Heimstiftung, Antje Sörensen, Leitung Marketing im KundenCentrum der Bremer Heimstiftung, Dipl. Ing. Heike Wohltmann, Büro plan-werkStadt, Projektleitung Fahrradquartier Ellener Hof im Auftrag der Bremer Heimstiftung und Wolfgang Haase, Sprecher des Beirats Osterholz.

Pressemitteilung der Bremer Heimstiftung vom 23.10.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.